Sternenstadt Fulda

Im Januar 2019 hat die International Dark-Sky Association (heute DarkSky International) Fulda als erste Dark Sky Community Deutschlands anerkannt. Seitdem darf sich die osthessische Stadt mit rund 68.000 Einwohnern „Sternenstadt“ nennen. Nach Angaben der Stadt war Fulda zum Zeitpunkt der Auszeichnung weltweit die zweitgrößte und in Europa die größte Stadt mit diesem Titel.

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Was bedeutet „Sternenstadt“?

Sternenstadt heißt nicht, dass Fuldas Straßen nachts dunkel werden. Die Stadt bringt es selbst auf den Punkt: Licht gehört auf den Gehweg und die Straße, nicht in den Himmel. Es geht darum, Licht gezielt, blendfrei und nur dann einzusetzen, wenn es gebraucht wird.

Das unterscheidet eine Sternenstadt von einem Sternenpark: Einen Sternenpark wie die Rhön besucht man, um einen besonders dunklen Himmel zu erleben. Eine Dark Sky Community dagegen ist eine Gemeinde, die sich verpflichtet, ihre Beleuchtung nachtfreundlich zu gestalten. Davon profitieren nachtaktive Tiere wie Igel, Fledermäuse und Glühwürmchen, der Schlaf der Menschen und nicht zuletzt der Energieverbrauch.

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Was Fulda konkret tut

  • Beleuchtungs-Richtlinie: Die Stadt hat sich mit einer Richtlinie selbst verpflichtet, bei eigenen Beleuchtungsanlagen Lichtverschmutzung zu minimieren. Für private Bauherren, Planer und Gewerbe dient sie als Empfehlung, und die Stadt bietet Beratung an.
  • Straßenbeleuchtung: Rund 8.500 Straßenleuchten sollen schrittweise an die DarkSky-Vorgaben angepasst werden: warmweißes Licht mit höchstens 3.000 Kelvin, voll abgeschirmte Leuchten, die kein Licht über die Horizontale abstrahlen, und eine intelligente Steuerung.
  • Nachts gedimmt: Seit vielen Jahren wird ein Großteil der Straßenbeleuchtung zwischen 22:30 und 5:30 Uhr gedimmt.
  • Historische Gebäude: Für die Anstrahlung soll künftig vor allem die sogenannte Gobo-Technik eingesetzt werden, die nur die Fassade beleuchtet und kein Streulicht in den Himmel schickt.

Was du selbst tun kannst: Außenleuchten so wählen, dass sie nur nach unten strahlen, warmweißes Licht (höchstens 3.000 Kelvin) verwenden und das Licht nur einschalten, wenn es gebraucht wird, zum Beispiel per Bewegungsmelder oder Zeitschaltuhr.

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Sterne erleben in Fulda

Planetarium im Vonderau Museum: Unter einer Kuppel mit 34 Plätzen zeigt das Planetarium Reisen durch das Universum per Fulldome-Projektion und mit einem klassischen Planetariumsprojektor auch den aktuellen Sternenhimmel über Fulda. Öffentliche Vorführungen gibt es freitagabends, samstags, sonntags, an Feiertagen und in den hessischen Schulferien. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, Kinder bis 6 Jahre sind frei. Eine Reservierung unter 0661/102-3212 wird empfohlen. Bis auf die Kinderprogramme sind die Vorführungen ab 7 Jahren geeignet. (Stand Oktober 2026)

Hans-Nüchter-Sternwarte: Die Volks- und Schulsternwarte wird von einem Verein betrieben und bietet regelmäßig öffentliche Beobachtungsabende an, bei denen du Mond, Planeten und Galaxien durch Teleskope sehen kannst. Die Termine werden je nach Wetter kurzfristig auf der Website der Sternwarte angekündigt. Im Hochsommer gibt es wegen der hellen Nächte keine Beobachtungsabende. Der Eingang liegt über den Schulhof des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums.

Mit Luna auf Tour: Für Kinder bis 10 Jahre bietet die Stadt eine kostenlose Smartphone-Rallye an. Mit der Eule Luna erkunden sie fünf Stationen in der Innenstadt rund ums Thema Licht und bekommen am Ende eine Urkunde als „Lichtexperte“ aufs Handy. Start ist an der Tourist-Information.

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Fulda als Tor zum Sternenpark Rhön

Wer einen wirklich dunklen Himmel erleben will, hat es von Fulda aus nicht weit: Die Wasserkuppe im Sternenpark Rhön liegt nur rund 20 Kilometer Luftlinie östlich der Innenstadt. Die Stadt selbst nennt die Nähe zum Sternenpark als einen Grund, warum sie schon früh mit nachtfreundlicher Beleuchtung begonnen hat. Mehr dazu auf unserer Seite zum Sternenpark Rhön.

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Deinen Stern finden

Falls du oder jemand aus deiner Familie schon einen Stern bei uns getauft hat: Über unser Online-Sternregister mit AR-Funktion findest du ihn mit der Handykamera am Himmel. In der Stadt sind weniger Sterne zu sehen als in der Rhön, für die hellen Sterne der Sternbilder reicht es aber oft, gerade in einer Sternenstadt.

Häufige Fragen

Ist es in Fulda nachts dunkler als in anderen Städten?

Nicht auf den Straßen. Die Beleuchtung ist so ausgerichtet, dass Wege und Straßen hell genug sind, aber weniger Licht in den Himmel strahlt.

Kann man in Fulda Sterne beobachten?

Ja, zum Beispiel bei den öffentlichen Beobachtungsabenden der Hans-Nüchter-Sternwarte oder im Planetarium. Für einen richtig dunklen Himmel mit Milchstraße lohnt sich der Weg in den Sternenpark Rhön.

Was ist der Unterschied zwischen Sternenstadt und Sternenpark?

Ein Sternenpark ist ein Gebiet mit besonders dunklem Himmel, das man zum Beobachten besucht. Eine Sternenstadt ist eine Gemeinde, die ihre Beleuchtung nachtfreundlich gestaltet.

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Lage & Wettervorhersage

Aktuelle Infos zur Sternenstadt findest du auf der offiziellen Seite der Stadt Fulda, Vorführungen im Planetarium und Beobachtungsabende bei der Hans-Nüchter-Sternwarte.

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